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SYMPOSION: „Pratyaya/yuán/en 縁 (,Bedingtheitʼ) und sein Unterschied zur abendländischen Kausalitätsidee“

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Neuer Termin: Do–So 28.–31.03.2019

Anfragen bei Dr. habil. Hermann–Josef Röllicke,
Tel.: 0211–577918-214, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Der Buddhismus hat auch die ostasiatischen Kulturen tief in den Gedanken eingeübt, dass die Geschehnisse der Welt neben den hetu (Jap.: in 因), „Ursachen“, durch pratyaya (Jap.: en縁), „Bedingtheiten“, „Beziehungen“, geprägt werden. Damit scheint ein markanter Unterschied zwischen diesem Denken und demjenigen der abendländischen Metaphysik der Prinzipien und causae vorzuliegen. Letztere hat sich besonders in der neuzeitlichen Wissenschaft auf das determinierte Ganze einer Welt zugespitzt, die zusehends nur noch als „Wirkungs-Kausalität“ gedacht wird. Sie befördert die durch die Technik ermöglichte Produzierbarkeit von Waren und Geräten, den vielschichtigen Funktionalismus von Effektivität und Effizienz mit zwingender, rechnender Endgültigkeit, dient damit aber nicht der unendlich offenen Angewiesenheit der Wesen aufeinander und ihrer Bedürftigkeit. Eine aus pratyaya gedeutete Welt weiß um das Vorläufige, Hinfällige, Provisorische und spornt zu einer Übung an, die das Leiden erkennt und seine Heilung ermöglicht. Der ratio-Bestimmtheit wird eine solche Welt aus Bedingtheiten oft kaum anders denn als ein Spiel aus Irrationalitäten erscheinen, als sei das Unberechenbare, zu dem zumal das Göttliche und Mythische gehört, Unvernunft. Aber gerade dies zeigt den Weg zum Erwachen, während ein kausallogisch denkender Mensch auf kausallogische Weise von Buddhaschaft unberührt bleibt.

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